
Gutes Einsteigerbuch - Weniger fundamentalistisch als Jakob Nielsen, statt dessen pragmatisch und an real existierenden Problemen (Kunde, Marketingabteilung, Designer mit Künstlerambitionen) orientiert, widmet sich Steve Krug dem Thema Web Usabilty - Das intuitive Web.Das grundsätzlich (vor allem für den Usability-Einsteiger) lesenswerte Buch hat nur zwei Eigenheiten:1) es ist erkennbar von einem Amerikaner für Amerikaner geschrieben. Das zieht sich von der Auswahl der Beispiele, über die Bewertung von Designs (für europäische Augen seeeeehr bunte Beispiele) bis zum Schreibstil. Das ist verständlich und auch völlig in Ordnung, macht aber das intuitive Verständnis etwas schwieriger, als es bei bekannten heimischen Seiten gewesen wäre (Telekom, Otto oder Spiegel usw.) 2) dafür, dass Krug immer wieder betont, wie stolz er ist, ein kurzes Buch geschrieben zu haben, sind 25 Seiten Vorwort und Dank an Freunde und Verwandte bis in die dritte Generation ganz schön lang - zeigt aber auch, dass Krug ein höflicher Mensch ist und viele Freunde hat. Auch was Schönes :-)
Kurzer Überblick zum Thema benutzerfreundliche Webdesign - Das 200 Seiten dünne, mit bunten Bildern und Comics versehene Buch lädt zum kurzweiligen Lesen ein und verspricht, dass es auf einen langen Flug ausgelesen werden kann. Steven Krug stellt die Wahrnehmung des Benutzers in den Vordergrund, ohne besonders ins Detail zu gehen und stellt ein paar Regeln auf, wie eine Website gestaltet werden sollte, um sie für den Benutzer wertvoll zu machen.Er erläutert kurz die typischen Probleme, die Entwicklerteams bei der Gestaltung von Websites haben und bietet als Lösung das Rezept Usability-Tests an.Nervig: Die Übersetzung ist holprig oder wurde, wie bei den Beispielen zu den Web-Seiten ganz ausgelassen. Die Fußnoten nehmen teilweise Dimensionen an, die einer philosophischen Abhandlung würdig sind. Witzig sollen Sie sein, brauchen tut Sie keiner. Ganze 16 Seiten! verwendet der Autor um sich und seine Familie oder Kollegen vorzustellen. Spätestens auf Seite 9 weiß der Leser, wie seine Frau aussieht und vieles besser kann als der Autor selbst.Schön: Die Beispiele zum Mitmachen.Fazit: Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, für wen dieses Buch gemacht ist. Letztendlich glaube ich, dass dieses Buch eher für die Marketingabteilung oder Chefs, welcher Couleur auch immer, gedacht ist, um Sie für das Thema benutzerfreundliches Design zu sensibilisieren. Für die ausführende Fraktion (Programmierer, Designer) ist das Buch zu oberflächig. (Vielleicht ist auch für Programmierer oder Designer gedacht, die Ihrem Chef ein Weihnachtsgeschenk machen wollen (-:).
Auf den Punkt gebracht - Ein wirklich pfiffig geschriebenes Buch darüber wie Menschen das Internet nutzen und wie Web-Entwickler ihr Wissen über das Surfverhalten nutzen könnnen. Das Beste, was ich je in der Hand hatte!Die Hauptthese ist der Titel, nämlich dass Surfer überhaupt nicht - auch nicht für Bruchteile von Sekunden - darüber nachdenken wollen wie man die Seite bedient. Sie wollen nur zügig und ohne Ablenkung an die gewünschte Information oder das Angebot kommen. Das betrifft das Gesamtlayout, Bezeichnungen und Beschriftungen genau so wie die Gestaltung von Buttons und anderen Steuerelementen. Internetsurfer wurschteln sich durch (klasse beschrieben!) und finden dadurch eigene Regeln, mit denen sie zum Ziel kommen. Damit sie das möglichst schnell und ohne Verwirrung schaffen, gibt es dieses Buch.Steve Krug schreibt packend und kurzweilig, anschaulich und gespickt mit vielen humorvoll formulierten praktischen Beispielen, so dass das Lesen richtig Freude macht. An einigen Stellen habe ich herzlich gelacht. Dazu gibt s eine Menge einfacher Tipps, die helfen, die Website besser zu machen.Die Regeln, die Krug aufstellt sind eingängig. Er bietet aber kein Schema an, an das man sich klammern kann und das hilft, die Website zu verbessern. Kein Rezeptebuch also. Thus: Think before you publish your site.
zu kurz, um wirklich nützlich zu sein - Steve Krug bringt es auf den Punkt. Kurz und knapp erklärt er, was Usability ist, und warum man Usability zu einem zentralen Thema in der Websitegestaltung machen sollte. Er zeigt dem Leser dann auch noch, bei welchen Websites seiner Meinung nach zu wenig auf Usability geachtet wurde. Das ist schon schwieriger und gleich wird s sehr geschmäcklerisch und wenig fundiert. Wie man denn nun aber tatsächlich gut benutzbare Websites gestaltet, die Antwort bleibt uns Krug schuldig.Nette Aufmachung, lustige Zeichnungen, ein bißchen mehr Ernsthaftigkeit hätte aber sicher gut getan.
Gutes Buch, Unterschied zwischen Usability und Design - Dieses Buch bietet einen umfassenden Einblick in den Bereich Usability auf Websites. Natürlich ginge es noch tiefer, aber es ist eben kein allumfassendes Kompendium. Auf den knapp 200 Seiten stellt es die Thematik trotzdem gut und kurzweilig dar.Ich kann einige Vorgänger-Rezensionen nicht verstehen, die fehlende Gestaltungsanleitungen für Websites vermissen oder denen fehlt wie man Usability in Webprojekten realisiert. Es ist kein Designbuch! Allerdings kenne ich auch kein Designbuch, das konkrete Designanleitungen bietet, da es für Design keine konkreten Anleitungen geben kann (Stichwort Kreativität). Es werden aber durchaus Tips geboten, Design zu verbessern und zwar durch gedankliche Übertragung des Gezeigten auf eigene Projekte. Wer Designanleitungen vermisst, versteht meiner Meinung nach nichts von Design und wer die Inhalte des Buches nicht auf eigene Arbeiten übertragen kann, sollte sich lieber nicht mit der Erstellung von Websites befassen.Wer keines dieser Probleme hat, dem bietet dieses Buch gute, umfassende Usability-Grundlagen.